Landwehrbach, Nebenarm, "Vor dem Berge": Offenlegung und Verlegung
Kommune:
Gemeinde Rödinghausen, südlich der Straße "Vor dem Berge"
Gewässer:
Landwehrbach, Nebenarm 13.LAN.22, Gewässerstationierung 0+210 - 0+240
Art der Maßnahme:
Offenlegung eines zuvor verrohrten Bachabschnittes und Verlegung des Gewässers in das Taltiefst. Herstellung eines flachen Bachbettes mit wechselseitig stark geneigten Böschungen.
Nach Abschluss der wasserbaulichen Maßnahme verläuft der Nebenarm vom Landwehrbach wieder in einem naturgemäß leicht geschwungenen Verlauf durch die Bachaue.
Der namenlose Zulauf vom Landwehrbach nahe der Straße "Vor dem Berge" ist auf einer Länge von ca. 30 m verrohrt. Darüber hinaus hatte man in diesem Bereich die Aue stellenweise um bis zu 1 m aufgefüllt. Entsprechend sind die Standortverhältnisse dieser quer zum Talgefälle verlaufenden Verwallung für auentypische Pflanzen und Tiere ungeeignet.
Ab hier ist der Bach auf einer Strecke von etwa 30 m verrohrt. Zudem wurde die Bachaue in einem quer verlaufenden Band um fast einen Meter mit Boden aufgefüllt.
Aus gewässerökologischer Sicht soll die Längsdurchgängigkeit durch die Beseitigung bzw. Umgehung der Verrohrung wieder hergestellt werden. Da der Verlauf der Verrohrung nicht mit der zukünftigen Bachtrasse übereinstimmen soll, mussten die Betonrohre im mittleren Abschnitt nicht komplett herausgenommen werden. Dadurch konnte der junge Baumbestand, der in unmittelbarer Nähe zum Rohrstrang steht, weitgehend verschont bleiben. Der zukünftige Bach soll einen leicht geschwungen Verlauf mit abwechselnd stärker und schwächer geneigten Böschungen erhalten.
Mit Hilfe eines Minibaggers wurde der Bach schließlich offen gelegt.
Da der Bach einen leicht geschwungenen Verlauf erhielt, konnte ein kleiner Teil der Rohre im Boden verbleiben und somit der Baumbestand größtenteils erhalten bleiben.
Die im Boden zurück gebliebenen Betonrohre wurden zu beiden Seiten hin verdämmt und die Böschung anschließend mit Faschinen zur Bachseite hin stabilisiert.
Nach den Baggerarbeiten mussten die letzten Erdarbeiten in Handarbeit ausgeführt werden.
Nach Abschluss der Maßnahme ist die Längsdurchgängigkeit wieder hergestellt und die Tiere und Pflanzen können nun den Rohbodenstandort neu besiedeln.