Kirchlengern

Markbach, östl. Aqua Fun: Aufweitung, naturnahe Ufer- und Sohlstrukturen

Kommune:
Gemeinde Kirchlengern, Ortsteil Kichlengern (Westerfeld/Obrock)

Gewässer:
Markbach, GWK 466798, 0+400 bis 0+765

Bereich:
östlich des Freizeitbades Aqua Fun

Art der Maßnahme:
Aufweitung des Baches, Entfernen von Engstellen, Herstellung naturnaher Ufer- und Sohlstrukturen mit der Möglichkeit zur eigendynamischen Entwicklung, Sicherung der privat Grundstücke und Häuser, Sicherung einer Abwasserleitung.

Durchführung:
Februar 2015 bis Herbst 2015

Ziel:
Durch ein Starkregenereignis im Sommer 2014 hat der Markbach deutlich gezeigt, dass sein Bett zu klein ist und der Bach sich bei Bedarf den benötigten Platz selber nimmt. Dieses Ereignis führte sowohl bei den Privatanliegern wie auch der Gemeinde zu der Einsicht, dem Bach mehr Raum zu geben und zumindest auf der Sohle eine eigendynamische Entwicklung zuzulassen.

markbach freibad 2015 karteBild 01: Übersicht über den ca. 350 m langen Bereich des Markbaches
Entlang dieses Abschnittes sind viele Beeinträchtigungen zu entdecken.
 

markbach freibad 2015 02Bild 02: Abgängige Ufersicherung älteren Baujahres.
 
markbach freibad 2015 03Bild 03: Freigespühlte Abwasserleitung
 
 markbach freibad 2015 04Bild 04: Engpässe aus bodenständigen Gehölze.
 
Wir haben zuerste den Abschnitt zwischen 0+550 – 0+600 (siehe Bild 1) bearbeitet. Leider mussten wir dort auch Bäume fällen und entfernen.

markbach freibad 2015 05Bild 05: Freistellen des Baufeldes.
 
markbach freibad 2015 06Bild 06: Entfernen der Wurzeln. Dabei half eine Fremdfirma.
 
markbach freibad 2015 07Bild 07: Aufweiten der Ufer.
 
markbach freibad 2015 08Bild 08: Vorbereitung des Einbaues der Gabionen zum Schutz der Abwasserleitung.
 
markbach freibad 2015 09Bild 09: Auch wir mussten uns höheren Wasserständen geschlagen geben.
 
markbach freibad 2015 10Bild 10: 2 Tage später ist alles wieder gut.
 
markbach freibad 2015 11Bild 11: Sommer 2015.
 
markbach freibad 2015 12 Bild 12: Herbst 2015
 
Der Abschnitt oberhalb dieses Bereiches war deutlich einfacher zu bearbeiten. Dort haben wir „nur“ den Bach aufgeweitet, Engstellen beseitigt und wenige Bäume gefällt.

markbach freibad 2015 13Bild 13: Abflachen der Ufer mit dem Bagger.
 
markbach freibad 2015 14Bild 14: Nach dem Baggereinsatz.
 
markbach freibad 2015 15Bild 15: Ansicht im Spätsommer 2015.
 
Im Bereich zwischen der Tennishalle und den Privatgrundstücken sind die Möglichkeiten für eine „einfache“ Renaturierung deutlich eingeschränkter. Auch Aspekte wie Schutz des Eigentums, Verkehrssicherheit, Pflege etc. sind dort zu beachten und in dem Abstimmungsprozess mit einzubeziehen. So kann es auch zu Kompromissen kommen, die rein fachlich nicht optimal sind.

markbach freibad 2015 16Bild 16: Bereich „Tennishalle“ nach dem Entfernen der krautigen Vegetation. In diesem Bereich waren wir bereits 2006 tätig.
 
markbach freibad 2015 17Bild 17: Nach der Aufweitung.

Die Entfernung der Erlen auf der rechten Böschung war nicht zwingend erforderlich, wurde aber vom Eigentümer gewünscht. Auch die Ufersicherung ist rechtsseitig hydraulisch so nicht erforderlich. Trotzdem ist der Bach dort ca. 2-mal breiter und auf der Sohle werden sich schon kurzfristig naturnahe Strukturen bilden.

 
Oberhalb der Straße Im Obrock haben wir den Bach „nur“ rechtsseitig (in Fließrichtung) aufgeweitet. Dafür musste sowohl eine Gasleitung wir auch eine Telefonleitung verlegt werden (Bild 18).

markbach freibad 2015 18Bild 18: Freilegen der Gasleitung für die Verlegung.
Danach konnte dann der Bach aufgeweitet werden.
 
markbach freibad 2015 19Bild 19: Bereich vor der Straße Im Obrock im Spätsommer 2015.
 
Die Geduld und Unterstützung der Privat- und Gewerbeanlieger für die Maßnahme war absolut vorbildlich und dankenswert. Wir hoffen, dass durch diese Maßnahme sich der Markbach zukünftig eigendynamisch entwickeln kann ohne weitere Beeinträchtigungen zu verursachen.

Die beiden Durchlässe Im Obrock und der Deutschen Bahn sollen in den kommenden Jahren ebenfalls optimiert werden. Dies sind aber Maßnahmen, die sowohl technisch, fachlich wie auch finanziell nur außerhalb des WWE-Projektes zu realisieren sind.

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