Espelkamp

Gestringer Bach, Isenstedt: Gewässerverlegung

Kommune:
Stadt Espelkamp / Wasserverband Große Aue

Gewässer:
Oberlauf des Gestringer Baches in Isenstedt

Art der Maßnahme:
Gewässerverlegung

Ziel:
Entwicklung eines naturnahen Gewässerabschnittes

Der Teil des Projektgebietes nördlich des Wiehengebirges ist dem Naturraum "Norddeutsches Tiefland" zuzuordnen. Tieflandbäche zeichnen sich durch ein sehr geringes Gefälle aus, natürlicherweise bilden sie einen stark geschwungenen (mäandrierenden) Verlauf mit steilen Prallhängen und flachen Gleitufern aus. Nach starken Regenfällen würden sie weit in die angrenzenden natürlicherweise bewaldeten Flächen ausufern.
Wie fast alle Tieflandbäche wurde auch der Gestringer Bach  in der Vergangenheit komplett umgestaltet und nach rein praktischen Gesichtspunkten ausgebaut: Um die angrenzenden Flächen besser nutzen zu können und einen schadlosen Wasserabfluss in den Siedlungsbereichen zu sichern, wurde er begradigt, vertieft und mit einem regelmäßigen trapezförmigen Profil angelegt, Ufergehölze fehlen auf langen Strecken.

Im Rahmen des Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else hat die Stadt Espelkamp einen ca. 200m langen Abschnitt des Gestringer Baches naturnah umgestaltet.

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Die folgenden Bilder zeigen den begradigten Verlauf des Gestringer Baches im Bereich Röthenstraße vor seiner naturnahen Umgestaltung.

ImageOktober 2005
 
ImageOktober 2005
 
Für eine naturnahe Umgestaltung des Baches hat die Stadt Espelkamp entlang einer Fließstrecke von ca. 200m die linksseitig angrenzenden Flächen erworben.
Der neue stark geschwungene Gewässerverlauf orientiert sich am natürlichen Vorbild eines typischen Tieflandbaches. Nachdem die Trasse abgesteckt war, konnten die Baggerarbeiten losgehen!

ImageAugust 2006
 
ImageAugust 2006
 
Bei den Bodenarbeiten wurden gezielt der helle Unterboden und der fruchtbare braune Oberboden getrennt: Mit dem Unterboden wurde das alte Bachbett verfüllt. Einen großen Teil des fruchtbaren braunen Oberbodens konnten wir in Abstimmung mit dem bewirtschaftenden Landwirt auf eine angrenzende Ackerflächen aufbringen.

ImageAugust 2006
 
So konnten wir das Geländeniveau im unmittelbaren Gewässerumfeld deutlich absenken und so die Wechselwirkungen zwischen dem Bach und dem unmittelbaren Gewässerumfeld intensivieren.
Bei der Gestaltung der Böschungen kam es uns besonders darauf an, entsprechend des natürlichen Vorbildes unterschiedlichste Böschungsneigungen von steilen Prallhängen bis hin zu flach auslaufenden Gleituferbereichen herzustellen.

ImageSeptember 2006
 
ImageSeptember 2006
 
Nachdem die vorhandenen Dränagen an den neuen Bachlauf angeschlossen waren,

ImageSeptember 2006
 
konnten wir uns der Gestaltung des unmittelbaren Gewässerumfeldes widmen: Insbesondere die flach auslaufenden Gleituferbereiche wurden mit Erlen bepflanzt. 

ImageDezember 2006
 
Ein beidseitig 10m breiter Gewässerrandstreifen wurde mit einzelnen Bäumen bepflanzt, ansonsten soll der Gewässerrandstreifen der natürlichen Entwicklung überlassen werden.

ImageDezember 2006
 
Die angrenzenden Flächen werden künftig als extensives Grünland gepflegt.
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