Bünde

Ostbach, Nebenarm, OT Dünne- Spradow, Langensiek am Sieksee: Offen- und Verlegung

Kommune:
Stadt Bünde, Ortsteil Dünne- Spradow, Straße "Langensiek" am Sieksee

Gewässer:
Ostbach, Nebenarm 19.OST.6 und 19.OST.6.1

Art der Maßnahme:
Offenlegung und Verlegung des Zulaufes 19.OST.6.1. Beseitigung von diversen Betonelementen in der neuen Bachtrasse sowie Bau von zwei rauen Sohlgleiten.

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November 2007:
Nach Fertigstellung der wasserbaulichen Maßnahme fließt der Nebenarm 19.OST.6.1 wieder auf einer Strecke von knapp 100 m offen.

 
Einleitung:
Der Nebenarm 19.OST.6.1 fließt auf einer Strecke von ca. 100 m unterirdisch am Sieksee vorbei. Der Ober- und Unterlauf des Baches besitzt naturnahe Strukturen und verläuft entlang von Laubmischwäldern und extensiv bewirtschafteten Grünländern, ehe er in den Hauptlauf einmündet. Ein Austausch von Tieren und Pflanzen(teilen) zwischen den beiden offen geführten Gewässerabschnitten gibt es nicht. Zum einen ist die zu überbrückende Verrohrung zu lang und andererseits gibt es einen plötzlichen Gefällesprung von ca. 1,5 m.

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Mai 2007:
Die neue Bachtrasse verläuft mitten durch die mit massivem Beton eingefasste und nicht mehr genutzte Teichanlage. Der verrohrte Bachlauf befindet sich links vom Teich.

 
Ziel und Umsetzung der Maßnahme:
Ziel der wasserbaulichen Maßnahme ist es, den verrohrten Bachabschnitt auf einer Länge von etwa 80 m offen zu legen. Zudem soll das starke Gefälle zwischen Anfangs- und Endpunkt über die gesamte Strecke kompensiert werden. Die geplante Bachtrasse liegt auf den ersten Metern direkt neben der im Boden verbleibenden Verrohrung. Im weiteren Verlauf führt  sie mitten durch einer aus der Nutzung genommenen Teichanlage. Zudem befinden sich ein Gartenhäuschen und ein Schachtbauwerk im geplanten Bachverlauf. Beide Betoneinfassungen werden komplett zurück gebaut. Südlich des Sieksees schließt sich ein Kastental an, das als extensives Grünland genutzt wird. In diesem Übergang gibt es einen Geländesprung von ca. 2 m.

Zur Herstellung eines naturnahen Bachverlaufes ist es zunächst notwendig, umfangreiche Erd- und Rückbauarbeiten durchzuführen. Schließlich soll das Fließgewässer in ein naturnah modelliertes Gelände eingefügt und die Längsdurchgängigkeit für wandernde Organismen ermöglicht werden. Durch den Aushub und Einbau von Boden wird ein Erdmassenausgleich angestrebt. Im Bereich der teilverfüllten Teichanlage müssen die mit Boden angedeckten Böschungen durch ein Faschinengeflecht zusätzlich gesichert werden. Am benachbarten Gewässerlauf 19.OST.6 werden hingegen lediglich ein altes Betonwehr zurückgebaut und eine raue Sohlgleite angelegt. Anschließend erfolgt die Pflanzung standorttypischer Jungbäume und Sträucher.

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Mai 2007:
Blick talwärts auf die geplante Bachtrasse. Das Gartenhäuschen wurde bereits abgebaut. Hinter dem Holzstapel fällt das Gelände um etwa 2 m bis auf die angrenzende Talsohle.

 
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Juli 2007:
Die massive Betoneinfassung des Teiches wurde mit dem Stemmhammer gebrochen und anschließend fachgerecht entsorgt. Parallel dazu beginnt bereits die Teilverfüllung des Hohlkörpers mit Boden.
 
ImageJuli 2007:
An dieser Stelle muss das Niveau für die zukünftige Bachsohle um ca. 1,5 m unter Geländekante ausgekoffert werden. Im Bereich der Einfriedigung liegt noch ein Schachtbauwerk, das komplett in der neuen Bachtrasse liegt.
 
ImageAugust 2007:
Blick gegen die zukünftige Fließrichtung. Für die neue Gewässertrasse muss ein neues Bachbett durch die steile Geländekante gegraben werden.
 
ImageAugust 2007:
Vom früheren Teich ist nicht mehr viel zu sehen. Während die neue Bachsohle etwa 20 cm unter dem vormaligen Teichniveau liegt, wird an den Böschungsflanken bereits ausgekofferter Boden bis an die Geländekante angefüllt.
 
ImageSeptember 2007:
Blick von der früheren Teichanlage auf den Durchstich zum tiefer gelegenen Kastental hinter den Rotbuchenwald. Auf der rechten Seite liegt der Sieksee.
 
ImageOktober 2007:
Der rechteckige Hohlkörper der früheren Teichanlage wurde seitlich mit Boden angedeckt. Mittlerweile ist der Ein- und Auslaufbereich geöffnet und das Wasser sucht sich seinen neuen Weg. Totholzfaschinen stabilisieren den Böschungsfuß gegen ein mögliches Abrutschen. Zur besseren Böschungssicherung wurde der rechte, steilere Abschnitt zusätzlich mit einem Rautengeflecht aus Faschinen gesichert.
 
ImageOktober 2007:
Das angelieferte Material für den Bau von zwei rauen Sohlgleiten musste per Schubkarre zur Einbaustelle transportiert werden.
 
ImageNovember 2007:
Nach Abschluss der umfangreichen Erd- und Abrissarbeiten wurden zahlreiche Bäume und Sträucher gepflanzt.
 
ImageNovember 2007:
Blick vom deutlich tiefer liegenden Kastental auf die raue Sohlgleite.
 
ImageNovember 2007:
Blick Bach abwärts auf die neue Bachtrasse mitten durch das sich südlich anschließende Bachtal.
 
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