Bad Oeynhausen

Ziegenbach, Brunhildestraße: Aufweitung

Kommune:
Stadt Bad Oeynhausen, zwischen Brunhildestraße und Schulstraße

Gewässer:
Borstenbachsystem, Nebenarm Ziegenbach

Art der Maßnahme:
Vergrößerung des Gewässerquerschnittes durch Beseitigung von wildem Uferverbau sowie Aufweitung des Gewässerbettes und abschnittsweise Anlage eines Parallelgerinnes. Pflanzung von Schwarzerlen bis hinunter auf die Bachsohle und Einsaat der modellierten Aue.

ImageAugust 2007:
Blick talwärts entlang des deutlich aufgeweiteten Bachbettes, das mit Schwarzerlen bepflanzt wurde.
 
Einleitung:
Der Mittellauf des Ziegenbaches südlich der Brunhildestraße wurde durch die angrenzenden Nutzungen stark in seiner natürlichen Entwicklung beeinträchtigt. Zu nah reichen die angrenzenden Grundstücke bis an die öffentliche Fläche heran, so dass der Bach mittlerweile eine Breite von durchschnittlich knapp 1 m besitzt. Durch die Bacheinengung bei gleichzeitiger Geländeanhebung haben sich nahezu senkrechte Böschungen herauskristallisiert. Diese stellen für spielende Kinder ein gewisses Gefährdungspotenzial dar. In der Vergangenheit kam es bei Hochwasserereignissen des öfteren zu weiträumigen Überschwemmungen, da der Bach das viele Wasser nicht mehr talwärts abführen konnte. Der überplante Bachabschnitt grenzt nach Westen an die Außenanlage der SGH heran. Die Spielgeräte liegen jedoch weit genug von der geplanten Bachaufweitung entfernt, so dass ein Umsetzen überflüssig ist. Lediglich die Rasenfläche wird durch die wasserbauliche Maßnahme um ca. 2 m zurück genommen.

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Februar 2007:
Die angrenzende Nutzung reicht stellenweise bis weit in den Ziegenbach hinein.
 
Ziel:
Zur Förderung der eigendynamischen Entwicklung des Ziegenbaches soll das Gewässerbett auf die doppelte Breite nach Westen hin aufgeweitet werden. Darüber hinaus ist beabsichtigt, die Ufer mit einer Neigung von etwa 1 : 5 flach auslaufen zu lassen. Der vorhandene wilde Uferverbau wird im Vorfeld beseitigt. In Bereichen mit wertvollem Uferbewuchs wird ein Parallelgerinne ausgekoffert. Durch die geplanten unterschiedlichen Gerinnegeometrien im Bachquerschnitt kommt es bei erhöhten Abflüssen schneller zu den gewünschten strukturellen Veränderungen. Für die in der Umgebung wohnenden Kinder wird der mit flachen Ufern ausgestattete Bach als neuer Spielort sicherlich schnell angenommen. Dann können die Kinder sicher bis an den Wasserlauf gehen, um zu spielen und die Veränderungen im Bach hautnah miterleben.

ImageApril 2007:
Die Aufweitung des Bachquerschnittes ist in vollem Gange. Ein Minibagger zieht den Boden bis auf die Sohle ab und modelliert flach geneigte Ufer.
 
ImageApril 2007:
Blick Bach abwärts auf den deutlich vergrößerten Bachquerschnitt.
 
ImageApril 2007:
Der gelöste Boden wurde per Raupenkipper auf eine talwärts gelegene Bodenmiete zwischengelagert und anschließend durch eine Fremdfirma abgefahren und entsorgt.
 
ImageApril 2007:
Im Bereich wertvoller Gehölzbestände wurde ein Parallelgerinne neben dem vorhandenen Bachbett ausgekoffert.
 
ImageMai 2007:
Nach Abschluss der umfangreichen Erdarbeiten wurde das neu modellierte Ufer eingesät. Wo zuvor der Bach steile und z.T. befestigte Böschungen besaß, lädt das flach modellierte Ufer nun zum Spielen ein.
 
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Mai 2007:
Bereits das erste kleinere Hochwasser führte Treibgut und Getreibsel mit sich und lagerte es vor die Pfähle ab, die zum Schutz der Schwarzerlen in den Untergrund getrieben wurden.
 
ImageAugust 2007:
Der Rasen ist längst gekeimt und der Bach als neuer Spielort der Kinder angenommen .
 
ImageSeptember 2007:
Bereits wenige Monate nach Fertigstellung kam es zu sichtbaren Sedimentumlagerungen.
 
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