Bad Oeynhausen

Hambkebach, zwischen Bismarckstraße und Von-Moeller-Straße: Parallelgerinne

Kommune:
Stadt Bad Oeynhausen zwischen Bismarckstraße und "Von Moeller Straße"

Gewässer:
Hambkebach, Gewässerstationierung 0+920 - 0+990

Art der Maßnahme:
Herstellung eines Parallelgerinnes und Anreicherung mit naturnahen Strukturen. Die Pflanzung von Schwarzerlen dient zur dauerhaften Sohl- und Ufersicherung sowie zum Zurückhalten von Treibgut.

Durch die Aufgabelung des Hambkebaches ist eine natürliche Eigenentwicklung für das neu hergestellte, linke Parallelgerinne wünschenswert und realistischDurch die Aufgabelung des Hambkebaches ist eine natürliche Eigenentwicklung für das neu hergestellte, linke Parallelgerinne wünschenswert und realistisch.
 
Übersichtskarte:

Durch Klick auf die Karte erscheint diese in größerem Format
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Einleitung:
Bereits nach kurzen, ergiebigen Niederschlägen fließt im Gewässersystem des Hambkebaches eine außerordentlich steile Hochwasserwelle talwärts in Richtung Werre. Grund hierfür ist der sehr hohe Versiegelungsgrad im Einzugsgebiet, der eine verstärkte Abflussbereitschaft auf den bebauten Flächen zur Folge hat.
Im Bereich der Portastraße führen ein Brückenbauwerk sowie der verrohrte Abschnitt bis zur Werre (Länge: 720 m) zu einem hydraulischen Nadelöhr. Im Hochwasserfall ergeben sich Defizite bei der Abführung erhöhter Wassermassen. Diese können schließlich zu Rückstauungen und damit zu großräumigen Überschwemmungen führen. Angesichts der kurzfristig auftretenden hydraulischen Belastungsspitzen wurde der Bach in ein Betonkorsett eingefasst, so dass die für den Naturhaushalt wichtige Eigendynamik ein abruptes Ende erfuhr. Daneben sollen punktuelle Ablagerungen mit Bauschutt und Gartenabfällen sowie im näheren Bachumfeld befindliche standortfremde Bäume beseitigt werden.

Zu Beginn der wasserbaulichen Maßnahmen wurden standortfremde Bäume gefällt und standorttypische, z.T. schief gewachsene Gehölze „auf den Stock gesetzt“Zu Beginn der wasserbaulichen Maßnahmen wurden standortfremde Bäume gefällt und standorttypische, z.T. schief gewachsene Gehölze "auf den Stock gesetzt".
 
Ziel:
Da sich das linksseitige Grundstück in öffentlichen Besitz befindet, waren die Voraussetzungen für eine naturnahe Gewässerentwicklung gegeben. Zunächst einmal galt es den bestehenden Gehölzbestand für eine Neubegründung mit geeigneten Bäumen aufzulichten: sog. Lichtraummanagement für die Pionier-/Lichtbaumart Schwarzerle. Danach sollte das linksseitige Mauerwerk zwischen den beiden Brückenköpfen abgerissen werden. Zur hydraulischen Entlastung des Hambkebaches sowie zur Initiierung der Eigendynamik ist es beabsichtigt ein Parallelgerinne auf der öffentlichen Parzelle anzulegen. Im Vergleich zum Hauptgerinne wurde auf eine Ufersicherung verzichtet.

Der Minibagger hebt ein neues Bachbett ausDer Minibagger hebt ein neues Bachbett aus.
 
Das linksseitig Mauerwerk wird mit einem Minibagger abgebrochen
Das linksseitig Mauerwerk wird mit einem Minibagger abgebrochen.
 
Im Anschluss an den Abriss der Mauer wurde der Hauptlauf mit Totholzfaschinen eingeengt und gleichzeitig die linke Böschung temporär gesichertIm Anschluss an den Abriss der Mauer wurde der Hauptlauf mit Totholzfaschinen eingeengt und gleichzeitig die linke Böschung temporär gesichert.
 
Nachdem der Durchstich erfolgte, wurden vier bepflanzte Seitentaschen (rechte Seite) im alten Verlauf hergestellt, die zur verstärkten Durchströmung des Parallelgerinnes führenNachdem der Durchstich erfolgte, wurden vier bepflanzte Seitentaschen (rechte Seite) im alten Verlauf hergestellt, die zur verstärkten Durchströmung des Parallelgerinnes führen.
 
Die Gewässeraue wurde mit zahlreichen standorttypischen Gehölzen bepflanzt Die Gewässeraue wurde mit zahlreichen standorttypischen Gehölzen bepflanzt. Durch ein bestimmtes Pflanzraster fungieren sie neben naturschutzfachlichen Zielen als natürliche Treibholzsperren. Schließlich besitzt dieser Talraum noch eine ausreichende Breite, ehe die Bebauung Bach weiter abwärts unmittelbar an das Gewässer angrenzt.
 
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