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Organisation

Die im Jahr 2000 in Kraft getretene europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) fordert die Erreichung eines ökologisch guten Zustandes aller europäischen Gewässer bis zum Jahre 2015. Ein guter ökologischer Zustand umfasst neben der Wasserqualität auch die Durchgängigkeit, das Vorkommen gewässertypischer Pflanzen und Tiere, sowie die naturnahen Strukturen eines Gewässers. Der Zustand und die Entwicklung der Flüsse Weser, Werre, Else und ihrer zahlreichen Zuläufe im Projektgebiet standen lange Zeit im Widerspruch zu dieser Forderung.

Gründung des Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else

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Mit dem Ziel, die heimischen Fließgewässer naturnäher zu entwickeln, haben sich die Bezirksregierung Detmold, die Kreise Herford und Minden-Lübbecke, die gewässerunterhaltungspflichtigen Kommunen und Wasserverbände und die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford e.V. im Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else zusammengeschlossen (siehe auch Projektgeschichte).
 

Der Arbeitskreis als zentrales Informations-, Diskussions- und Beschlussgremium

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Zentrales Informations-, Diskussions- und Beschlussgremium ist der Projekt begleitende Arbeitskreis, der alle 6 bis 8 Wochen zusammenkommt. Hier sind alle beteiligten Kommunen, Wasserverbände, zuständigen Bewilligungsbehörden und die Bezirksregierung als Zuwendungsbehörde vertreten und beschließen die Durchführung von Maßnahmen.
 

Das Koordinationsteam plant den reibungslosen Ablauf der Gewässerentwicklung

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Das Koordinationsteam, bestehend aus freiberuflich tätigen Fachplanern sowie einer Verwaltungskraft (halbe Stelle), sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten.
Von den kommunalen Sachbearbeitern angeregte Maßnahmen werden vor Ort begutachtet, mit den Aussagen in den Gewässerentwicklungskonzepten abgeglichen und für die Beschlussfassung im Arbeitskreis vorbereitet. Die Arbeiten werden vom Koordinationsteam im Detail geplant und mit allen Beteiligten diskutiert und abgestimmt. Soweit Genehmigungen erforderlich sind, werden die entsprechenden Anträge teilweise vom Koordinationsteam erarbeitet.
Den Projektkoordinatoren obliegt die Bauleitung. Hier wird besonderer Wert auf eine enge Betreuung, Begleitung und Dokumentation der Arbeiten vor Ort gelegt.
Abgeschlossene Maßnahmen werden dokumentiert, abgerechnet und für den Abruf der Landeszuwendung vorbereitet. Die Mittelanforderung erfolgt dann über den Kreis Herford.
 

Die praktische Umsetzung durch zwei Beschäftigungsträger

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Die praktische Ausführung der Arbeiten an den Fließgewässern erfolgt über die Beschäftigungsträger Evangelische Stiftung Maßarbeit  mit Sitz in Herford und die Initiative für Arbeit und Schule gem. GmbH (IFAS) mit Sitz in Minden. Bei den Trägern sind für das Projekt knapp 90 Menschen tätig, die zum Teil im Rahmen der Hartz IV - Gesetze beschäftigt sind und zum Teil in einem befristeten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis stehen. Gearbeitet wird in mehreren Baugruppen. Pro Baugruppe gibt es einen Vorarbeiter, der die Arbeiten vor Ort in enger Abstimmung mit der Bauleitung anleitet (siehe auch Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung).
 

Interkommunale Zusammenarbeit und Entbürokratisierung in Ostwestfalen-Lippe

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Aufgrund der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Behörden, Arbeitsagenturen, Beschäftigungsträgern, freiberuflichen Ingenieuren und ortsansässigen Unternehmen können Maßnahmen kurzfristig und effizient umgesetzt werden. Somit ist das Pilotprojekt für naturnahe Gewässerentwicklung ein gutes Beispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit und die angestrebte Entbürokratisierung in Ostwestfalen-Lippe.