Löhne

Ostscheider Bach, OT Westscheid, Am Damm: Aufweitung

Kommune:
Stadt Löhne, Ortsteil Westscheid, zwischen „Am Damm“ und Lübbecker Straße

Gewässer:
Ostscheider Bach, Gewässerkennzahl (GWK) 46914, Gewässerstationierung 5+200 bis 5+300

Art der Maßnahme:
Aufweitung des Gewässerprofils, Initiierung tief liegender Wasserwechselzonen.

Umsetzung:
Oktober 2015

Der Ostscheider Bach tritt unterhalb der Straße „Am Damm“ aus einem Rohr zu Tage. Bis zur Unterquerung der Lübbecker Straße fließt er geradlinig entlang der rechtsseitig angrenzenden Bebauung. Die Wohngrundstücke sind mit Mauern gegen die Gewässerparzelle abgegrenzt. Die Bachsohle und die Böschungen sind sehr gleichförmig und bieten kaum naturnahe Strukturen. Die Stadt Löhne konnte einen 3 Meter breiten Geländestreifen entlang des Baches für eine Aufweitung und naturnähere Entwicklung sichern.

ostscheider-bach-2016-am-damm 01 Verlauf des Ostscheider Baches zwischen „Am Damm“ und Lübbecker Straße vor der Umgestaltung (Blick gegen Fließrichtung).
 
ostscheider-bach-2016-am-damm 02Abrücken des Bachverlaufes von den Wohngrundstücken, Initiierung einer tiefliegenden Wasserwechselzone (Blick gegen Fließrichtung).
 
ostscheider-bach-2016-am-damm 03Abrücken des Bachverlaufes von den Wohngrundstücken, Initiierung einer tiefliegenden Wasserwechselzone (Blick in Fließrichtung).
 
ostscheider-bach-2016-am-damm 04Zunächst haben wir die Bachsohle um ca. 1 m in die landwirtschaftliche Fläche hinein aufgeweitet. Gegenüber haben wir die Uferlinie entsprechend verschoben. Hinter einer Lage Faschinen wurde ein kleiner Teil des angefallenen Bodens eingebracht und initial mit Uferstauden bepflanzt. Abschließend haben wir die Bachsohle knapp über Sohlniveau noch weiter aufgeweitet und die linksseitige Böschung unregelmäßig abgeflacht.
 
Künftig können die in der Regel geringen Wassermengen konzentriert in der initiierten Mittelwasserrinne abfließen. Fließen nach stärkeren Regenfällen deutlich größere Wassermengen ab, werden die tiefliegenden Uferbereiche überströmt. So wird die hydraulische Belastung in diesem Gewässerabschnitt deutlich reduziert. Gleichzeitig stellen diese Wasserwechselzonen eine ökologische Aufwertung der Uferbereiche dar.