Hiddenhausen

Lippinghauser Bach, Sundern, NSG Füllenbruch: Neue Bachtrasse

Kommune:
Hiddenhausen, Sundern, NSG Füllenbruch, Stöckerwiese
Durchführung durch den Kreis Herford

Gewässer:
Lippinghauser Bach

Art der Maßnahme:
Neutrassierung des Bachlaufes mit naturraumtypischer Linienführung. Anhebung der Gewässersohle. Anlage eines Uferrandstreifens. Rückbau eines Wegedurchlasses und Ersatz durch eine Furt.

Ziel:
Neugestaltung des Lippinghauser Baches im Bereich der Stöckerwiese im NSG-Füllenbruch

Maßnahmenübersicht (durch Klick auf die Karte erscheint diese in besserer Qualität, PDF-Dokument, 870 KB)
Karte 1: Maßnahmenübersicht
(durch Klick auf die Karte erscheint diese in besserer Qualität, PDF-Dokument, 870 KB)

Ende 2007 ergab sich überraschend die Möglichkeit die Stöckerwiesen zu erwerben. Bei der Stöckerwiese handelte es sich um eine der größten Flächen im Privatbesitz im  Bereich des NSG-Füllenbruch. Der Kreis Herford ergriff diese Chance und erwarb die Fläche im Frühjahr 2008.

Neben einer weiteren extensiven Bewirtschaftung wird die Fläche auch zur Neuanlage des Lippinghauser Baches, zur Schaffung von Blänken und zur Aufweitung des Düsedieksbaches genutzt.

Lippinghauser Bach entlang der „Unteren Wiesenstraße
Bisher floss der Lippinghauser Bach als Wegeseitengraben gerade und tief eingeschnitten entlang der „Unteren Wiesenstraße“ und „Am Vogelholz“ zum Düsedieksbach
 
Sommer 2008, Trassenfindung
Im August 2008 wurde mit den Vorbereitungen für die Neugestaltung des Lippinghauser Baches begonnen. Eine leicht geschwungene Trasse wurde abgesteckt
 
BodenarbeitenMit den anschließenden Bodenarbeiten wurde eine externe Firma beauftragt
 
Obwohl hier mit großen Maschinen gearbeitet wurde, ist schon der flache, leicht geschwungene, neue Bachlauf zu erkennen. Eine Nacharbeit per Hand war durch diese perfekte Baggerarbeit nicht mehr nötig. Der Bodenaushub wurde teilweise auf eine große Ackerfläche in der Nähe des Sendeturms Herford gebracht. Der gute Oberboden verbessert dort den Acker.

Verfüllen des alten BachlaufesEin Teil der Erde wurde für das Verfüllen des alten Lippinghauser Baches entlang der „Unteren Wiesenstraße“ benötigt.
 
Der Durchlass in weiteren Verlauf der „Unteren Wiesenstraße“ ist für auf- und abwandernde Organismen nicht optimal. Er soll im Zuge dieser Baumaßnahme umgestaltet werden. Dafür könnte ein größerer Durchlass, mit einer Sedimentauflage auf der Sohle, eingebaut werden, oder es wird eine Furt, durch die der Bach offen fließt, gebaut. Hier haben wir uns für eine Furt entschieden, weil in dem Weg relativ flach ein Kanalrohr liegt.

Arbeiten zur FurtDer freigelegte Durchlass ist zu erkennen.
 
Furt kurz nach der FertigstellungDie Furt nach der Fertigstellung (von der anderen Seite aus gesehen). 

Auf der rechten Seite der Furt liegen Trittsteine und ein Geländer wird noch erstellt, damit auch Fußgänger ohne Stiefel hier entlangwandern können.

 
Ansicht im Sommer 2009 bei Niedrigwasser bachabwärtsIm Sommer 2009 sind die Baufolgen in der Wiese schon nicht mehr zu sehen. Die Bachentwicklung in der Stöckerwiese soll sich nun eigendynamisch einstellen und nicht mehr vom Menschen beeinflusst werden.
 
Abgrenzung zur WieseDer gesamte Füllenbruch ist für Pflanzen und Tiere ein wichtiges Gebiet, in dem zum Teil sehr seltene Arten noch vorkommen. Aus diesem Grund wurde entlang des Weges ein Zaun aus Weidenflechtwerk errichtet. Hinter dieser Abgrenzung ist, mit Hilfe des Sunderaner Ortsvereines, eine Hecke aus Weißdorn gepflanzt worden.
 
Zur Erhaltung der seltenen Fauna und Flora wird die artenreiche Stöckerwiese weiterhin als extensives Grünland genutzt, sie wird nicht gedüngt und erst im Juni gemäht. Die Landwirtschaft trägt damit maßgeblich zum Erhalt dieser Landschaft bei. Bitte helfen auch Sie mit, diesen Bereich zu erhalten.

Bleiben Sie auf den Wegen und halten Sie ihren Hund an der Leine.

Danke.