Vlotho

Salze, Detmolder Str.: Verlegung in Grünlandfläche

Kommune:
Stadt Vlotho, Exter, Detmolder Straße, eine Maßnahme vom Kreis Herford

Gewässer:
Salze zwischen Gewässerstationierung 7+380 und 7+450

Art der Maßnahme:
Verlegung der Salze von der Detmolder Straße weg in die angrenzende Grünlandfläche.

Umsetzung:
2010


Die Salze im Kreis Herford verlief zwischen den Gewässerstationen 7+450 und 7+380 unmittelbar entlang der „Detmolder Straße“. Die Straßenböschung war stellenweise bereits abgerutscht und drohte weiter unterspült zu werden.

Eine eigendynamische Gewässerentwicklung konnte an dieser Stelle aufgrund der kritischen Gefährdung des Straßenkörpers nicht weiter hingenommen werden. Es war abzusehen, dass beim Belassen des Baches in seinem Verlauf direkt entlang der Detmolder Straße massive Maßnahmen zur Sicherung des Straßenkörpers notwendig geworden wären.

Abgerutschte Straßenböschung an der Salze entlang der Detmolder Straße. Mittig im Bild ist noch die alte Böschungsfußsicherung zu sehen.
 
Mit dem Ziel, künftig eine eigendynamische Entwicklung der Salze zulassen zu können, beschloss der Kreis Herford als Untere Landschaftsbehörde, die Salze von der Straße weg in die angrenzende Grünlandfläche zu verlegen. Da die Grünlandnutzung auch künftig fortgeführt werden soll, orientiert sich der neue Bachverlauf am westlichen Flächenrand. Auch im weiteren Verlauf im Kreis Lippe fließt die Salze dicht entlang der Straße. Der Kreis Lippe plant, die Neutrassierung der Salze nach Süden hin fortzuführen.


alter und neuer Verlauf der Salze auf dem Gebiet des Kreises Herford.
Geplante Fortführung der Verlegung auf dem Gebiet des Kreises Lippe.

In der angrenzenden Grünlandfläche wurde ein geschwungenes möglichst flach im Gelände liegendes Bachbett angelegt. Bei den Bodenarbeiten wurden zahlreiche große Steine zu Tage befördert.

Baggerarbeiten zur Herstellung des neuen Bachbettes.
 
Es wurde großer Wert darauf gelegt, möglichst schnell ein vielfältig strukturiertes Bachbett zu entwickeln: Die schotterigen Sedimente aus dem alten Bachbett und auch die beim Ausbaggern des neuen Bachbettes freigelegten großen Steine wurden gezielt in das neue Bachbett eingebracht.

Einbringen der freigelegten Steine in das neue Bachbett.
 
Sohlbreite und Böschungen wurden gezielt unregelmäßig gestaltet. Ein schon während der Bauarbeiten abgerutschter Böschungsteil wurde bewusst belassen.

Sohl- und Uferstrukturen im neuen Bachbett.
 
Sohl- und Uferstrukturen im neuen Bachbett.
 
Nach Fertigstellung des neuen Gewässerverlaufes wurde das alte Bachbett entlang der Detmolder Straße verfüllt.

verfülltes Bachbett entlang der Detmolder Straße
 
In ausreichendem Abstand zur Straße kann die Salze künftig ihrer eigendynamischen Entwicklung überlassen bleiben. Uferabbrüche, Anlandungen und Gewässerverlagerungen sind hier ausdrücklich erwünscht.

neuer Verlauf der Salze in ausreichendem Abstand zur Straße
 
Die vorübergehende Einmündung der Salze in die Glimke an der Grenze zum Kreis Lippe ist vorübergehender Natur. Bis der Kreis Lippe -voraussichtlich im Frühsommer 2011- die Verlegung der Salze fortführt, fließt sie über das Bachbett der Glimke in ihr im weiteren Verlauf noch vorhandenes Bachbett an der Detmolder Straße ab.

Über die Fortführung der Neutrassierung auf dem Gebiet des Kreises Lippe wird auch an dieser Stellte berichtet. Ausführliche Informationen dazu finden Sie zu gegebener Zeit sicher auch auf der homepage des Gewässerprojektes im Kreis Lippe „Wasser im Fluss“.