Porta Westfalica

Twiesbach, Vennebach, Lohgraben: Verschiedene Standorte

Kommune:
Stadt Porta Westfalica

Haupt- und Nebengewässer :
Twiesbach, Vennebach, Lohgraben - verschiedene Standorte

Art der Maßnahme:
Anpflanzung von Gehölzen zur ökologischen Verbesserung der Uferstrukturen und der Biotopvernetzung.

Ziel:
Das Landschaftsbild ist durch eine intensive Landwirtschaft geprägt. An den kleinen Fließgewässern in den ländlichen geprägten Bereichen des Gewässersystems soll durch die Pflanzung von zahlreichen einheimischen Gehölzen (meist Straucharten) ein Beitrag zur Verbesserung der Uferstrukturen und der Biotopvernetzung geleistet werden. Die Bepflanzung mit standortgerechten Arten an Fließgewässern fördert die Verbesserung der Gewässerstruktur und sein Umfeld.

Erste Bilanz:
Im Jahr 2004 wurden im Rahmen dieses Projektes rund 600 Gehölze an Ufern oder im unmittelbaren Gewässerumfeld (meist Straucharten) gepflanzt. In der ersten Jahreshälfte in 2005 kommen noch einmal etwa 550 Gehölze dazu.

Gehölze, die der Biotopvernetzung dienen, fehlen
Ein Beispiel von vielen anderen Standorten:
Gehölze, die der Biotopvernetzung dienen, fehlen.
 
noch ohne Bepflanzung
Twiesbach : Gerhardstraße, Nähe Sportplatz - noch ohne Bepflanzung
 
Vor der Pflanzung werden die Sträucher nach Arten sortiert und erhalten einen Pflanzschnitt
Lohgraben, Bereich Lohfeld/ In den Wiesen:
Vor der Pflanzung werden die Sträucher nach Arten sortiert und erhalten einen Pflanzschnitt.
 
Dieser gewässernahe Bereich (Lohgraben, OT Lohfeld, Bereich In den Wiesen) wurde von der Stadt Porta Westfalica erworben. Hier soll ein typischer Gehölzstreifen der Weichholzaue entstehen.

Hier soll ein typischer Gehölzstreifen der Weichholzaue entstehen
Gepflanzt wurden hier zum Beispiel folgende Arten: Gemeine Esche (Fraxinus exselsior), Schwarzerle ( Alnus glutiona), Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea), Traubenkirsche (Prunus padus), Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), Faulbaum (Rhamnus alnus), Eberesche (Sorbus aucuparia) u.a.m.
 
Vor der Bepflanzung: März 2005
Vor der Bepflanzung:
März 2005
Ortsteil Lohfeld: Lohgraben, Lohfelder Straße:
Die Hecke als Biotopverbundssystem hat hier ohne Zweifel seine Lücken. Verbindende Gehölze an der Böschung des Fliessgewässers, die zahlreichen Vogelarten und Insekten als Nistplatz und Nahrungsquelle dienen, fehlen hier noch.
 
Eine tatkräftige Arbeitsgruppe sorgt für die lang ersehnte  Bepflanzung der Böschung inmitten landwirtschaftlicher FlächenEine tatkräftige Arbeitsgruppe sorgt für die lang ersehnte  Bepflanzung der Böschung inmitten landwirtschaftlicher Flächen. Auf städtischem Grundstück wird hier mit einheimischen Straucharten in Zukunft die Landschaftsstruktur ökologisch verbessert und das Landschaftsbild ästhetisch aufgewertet.
 
Eine Bepflanzung mit Bäumen, die hier aus ökologischer- und landschaftsästhetischer Sicht wünschenswert gewesen wäre, konnte wegen der erforderlichen Mindest-Grenzabständen (siehe Nachbarschaftsgesetz NRW) zu den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen nicht realisiert werden. 

Bepflanzung im April 2005 mit standortgerechten Gehölzen
OT Vennebeck: Vennebach, Vennebeckstraße
Bepflanzung im April 2005 mit standortgerechten Gehölzen als abschließender Arbeitsschritt einer Umgestaltungsmaßnahme am Vennebach.
 
Schwarzerlen und andere standortgerechte Gehölze, die u.a. als Vogelnistplatz- und Nährgehölz dienen, wachsen in der Regel schnell
Juni 2005
Schwarzerlen und andere standortgerechte Gehölze, die u.a. als Vogelnistplatz- und Nährgehölz dienen, wachsen in der Regel schnell.
 
Auf der rechten Böschungskante wurden  Kopfweiden gesetzt
Auf der rechten Böschungskante wurde Kopfweiden gesetzt, die als alte Kulturpflanzen ihren typischen Platz an Bachläufen wieder einnehmen durften, nachdem die Fichten gerodet wurden. Der Grundstückeigentümer zeigt sich mit der Umgestaltung sehr zufrieden.
 
Pflanzung von Schwarzerlen (Alnus glutinosa)
Twiesbach, OT Eisbergen, Raiffeisenstraße
Ende Oktober 2004: Pflanzung von Schwarzerlen (Alnus glutinosa) im Zuge einer Umgestaltungsmaßnahme
 
Juni 2005: Entwicklungszustand 9 Monate späterJuni 2005: Entwicklungszustand 9 Monate später.
Die Schwarzerlen werden bald den Twiesbach beschatten, sichern mit ihren Wurzeln die Ufer und die Sohle und das Laub liefert den Gewässerorganismen wertvolle Nahrung.