Löhne

Sudbach, OT Wittel, NSG Sudbachtal: Bachverlegung, Überfahrt

Kommune:
Löhne, Ortsteil Wittel

Gewässer:
Sudbach im NSG Sudbachtal

Art der Maßnahme:
Verlegung des Baches von der Straßenböschung weg weiter in die Talmitte, Herstellung einer für die Bachlebewesen durchgängigen Gewässerüberfahrt weiter in der Talmitte

Ziel:
Wiederherstellung der Durchgängigkeit, Initiierung einer eigendynamischen Gewässerentwicklung

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Januar 2007:
Entlang der Straße "Sudbachtal" verlief der Sudbach dicht an der Straße, die Uferböschung war gleichzeitig Straßenböschung.
 
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Punktuell war die Böschung zum Schutz des Straßenkörpers gegen Unterspülungen, Rutschungen und Abbrüche gesichert worden. Zum Beispiel an dieser Stelle wären kurzfristig weitere massive Maßnahmen zur Sicherung des Straßenkörpers notwendig geworden. Das Zulassen einer eigendynamischen Gewässerentwicklung war bei dem Bachverlauf dicht an der Straße nicht möglich.
 
ImageJanuar 2007: Eine weitere Beeinträchtigung erfuhr der Sudbach durch die Zufahrt zum Grundstück "Sudbachtal 12". Die Überfahrt war sehr eng und zudem aufgrund eines Sohlabsturzes im Durchlass für die Bachlebewesen nicht durchgängig.
 
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Übersicht der Maßnahme (Durch Klick auf die Karte erscheint diese in besserer Qualität)

Mit dem Ziel, die Gewässerdurchgängigkeit wieder herzustellen und gleichzeitig eine langfristig eigendynamische Gewässerentwicklung zu initiieren, wurde der Sudbach oberhalb und unterhalb der Grundstückszufahrt von der Straße weg weiter in die Talmitte verlegt. Die neue Überfahrt zum Grundstück "Sudbachtal" wurde durch den Einbau eines Hamcoprofils hergestellt.

September 2007:
Nachdem die Eigentümer der angrenzenden Flächen der Bachverlegung zugestimmt haben, konnten die Arbeiten losgehen:

ImageIm ersten Schritt wurde das Gewässerbett oberhalb und unterhalb der geplanten neuen Gewässerüberfahrt hergestellt.
Um möglichst schnell die Entwicklung einer strukturreichen Gewässersohle zu erreichen wurden Sedimente aus dem alten Bachbett in das neue Bachbett eingebracht.
 
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November 2007:
Da der Einsatz von Maschinen erforderlich war, die nicht von Projekt-Mitarbeitern bedient werden können, wurden der Einbau des Hamco-Profils und die Wiederherstellung der Grundstückszufahrt von einem ortsansässigen Tiefbauunternehmen ausgeführt.
 
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November 2007: Den Anschluss des neuen Bachbettes an die neue Gewässerüberfahrt haben dann wieder Projektmitarbeiter hergestellt.
 
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Mai 2008: Entsprechend dem Vorbild eines natürlichen Bachlaufes haben wir unterschiedliche Sohlbreiten und variierende Böschungsneigungen angelegt. Der Bach kann sich hier in sicherer Entfernung zum Straßenkörper eigendynamisch entwickeln: Uferabbrüche und Laufverlagerungen können künftig hingenommen werden.
 
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Mai 2008: In dem Hamcoprofil liegt eine Schicht natürlicher Bachsedimente, so dass sie für alle Bachlebewesen durchgängig ist.