Kirchlengern

Rehmerloh-Mennighüffer Mühlenbach,OT Stift Quernheim, Bereich Sportplatz Friedenstal: Ufersicherung

Kommune:
Gemeinde Kirchlengern, Bereich Sportplatz Friedenstal Stift Quernheim

Gewässer:
Rehmerloh-Mennighüffer Mühlenbach

Art der Maßnahme:
Sicherung des Uferbereiches, Entfernung von wildem Verbau, Aufweitung des Gewässerprofils links und allgemeine Aufwertung der Gewässerstrukturen.

Übersichtskarte

Durch Klick auf die Karte erscheint diese in größerem Format
(Durch Klick auf die Karte erscheint diese in größerem Format)

Einleitung:
Der Mühlenbach fließt im Bereich des Sportplatzes an einer, stellenweise steilen,  Böschung entlang. Er ist die Grenze zwischen dem öffentlichen Grundstück des Sportplatzgeländes und Privatgrundstücken.
Durch Laufverkürzungen und Einengung des Gewässers ist es zur Tiefenerosion gekommen. Um dann die Standsicherheit der Ufer zu gewährleisten und um Seitenerosion zu verhindern sind die Ufer mit dem Tropenholz Bongossi verbaut worden.

ImageVerbau vor Beginn der Arbeiten
 
Nach ca. 30 Jahren zeigt sich der Verbau stark abgängig.

ImageUferverbau in einem anderen Bereich
 
Stellenweise wurde der Verbau auch unterhalten.
Die Böschungen waren stellenweise mit nicht bodenständigen Gehölzen bestanden.

ImageSteile Böschung mit Pappeln bestanden.
 
In dem Konzept zur naturnahen Entwicklung des Rehmerloh-Mennighüffer Mühlenbaches sind für den Bereich folgende Maßnahmen vorgesehen:

E 8: Entwicklung größtmöglicher Naturnähe im dicht besiedelten Bereich

Als Einzelmaßnahmen werden vorgeschlagen:

  • Dauerhafte Sicherung des Uferbereiches rechts zwischen 0+500 und 0+650,  
    mit möglichst ingenieurbiologischen Maßnahmen.
  • Entfernen von wildem Verbau.
  • Aufweitung des Gewässerprofils links.
  • Allgemeine Aufwertung der Gewässerstrukturen.

Die erforderlichen Arbeiten am Gewässer richteten sich nicht nur nach der Ökologie und dem räumlich Machbaren, sondern sollten auch die Uferlinien dauerhaft sichern. Deshalb wurde ein Antrag nach § 31 WHG zum Ausbau des Gewässers gestellt. Der Kreis Herford stimmte diesem Antrag zu (siehe Karte oben).


Ziel:
Das Ziel der Arbeiten ist es, bei der notwendigen Sicherung der Ufer ein Maximum an Geländegewinn für den Bach zu erreichen. Dadurch sollen sich verschiedenen Strukturen auf der Bachsohle bilden (Kiesflächen, Sandflächen etc.). Die Ufer sollen stabil bleiben und größere Wassermengen schadlos abgeführt werden.

Da die Arbeiten auch Privatflächen betreffen, war die Unterstützung der Grundstückseigentümer unerlässlich. Dabei zahlte sich mal wieder die Konstruktion des WWE-Projektes aus, bei der sich der zuständige Koordinator (hier Herr Linnert) intensiv mit den Eigentümern abstimmt und wo möglich auch auf individuelle Probleme eingeht.

Die Arbeiten im einzelnen:

    • Entfernen des Verbaues.
    • Aufweiten des Baches.
    • Fällen von standortfremden Gehölzen.
    • Wo nötig, Sicherung der Ufer.
    • Pflanzen von bodenständigen Gehölzen.

ImageDas Ufersicherungsmaterial, getrennt nach Baustoff.
 
ImageHarte Arbeit für die Kollegen. Die Bongossipfähle stecken teilweise 1,0 m im Boden
 
ImageAbgraben der Böschung mit dem Bagger. Der Abtransport war allerdings nur per Schubkarre möglich.
 
ImageBeim Fällen der Pappeln wurden wir von einer Spezialfirma unterstützt.
 
ImageAktuelle Ansicht 19.09.2006
 
Beim Vergleich der Fotos 3 und 8, die an der selben Stelle aufgenommen wurden, sieht man deutlich die Aufweitung der Sohle (ca. 1,0 m) und die naturnäheren Uferstrukturen.

Das, einstmals naturfern gesicherte, Ufer ist mit Faschinen befestigt. Die Faschinen werden in wenigen Jahren verrottet sein. Dann übernimmt das Wurzelwerk der Erlen die Sicherung der Ufer. Durch die Beschattung der Bäume bleibt das Bachwasser auch im Sommer kühl.
In einem Teilbereich wird, in wenigen Wochen, der Zaun des Sportplatzes zurückgesetzt um dem Bach auch dort mehr Raum zu geben.
Weitere Verbesserungen sind bei den vorliegenden Platzverhältnissen leider nicht realistisch.