Herford

Bach "Ewiger Frieden", Friedhof: Verlegung, Gewässerrandstreifen, Auendynamik

Kommune:
Stadt Herford, Bereich Friedhof "Ewiger Frieden"

Gewässer: 
Bach „Ewiger Frieden“, Abschnitt In der Ottelau 5 - 9 und Eimter Straße 156

Art der Maßnahme:
Entwicklung beidseitiger Gewässerrandstreifen, Reaktivierung der eigendynamischen Entwicklung und der Auendynamik durch die Verlegung des Baches von den Anliegergrundstücken weg in die städtische Fläche.

Umsetzung: Sommer 2010 bis Februar 2011

Im betroffenen Abschnitt floss der Bach dicht entlang der Wohngrundstücke „In der Ottelau 5 - 9“ und „Eimter Straße 156“.

Die Gartenzäune linksseitig standen direkt auf der Böschungsoberkante. Da der kleine Bach nach stärkeren Regenfällen deutlich ansteigt, waren sie teilweise bereits unterspült. Rechts des Baches gibt es einen schmalen Gehölzsaum. Die Äste der Gehölze waren bereits durch den direkt anschließenden Ballfangzaun entlang des Spielplatzgeländes gewachsen.
 
Gehölzsstreifen und Spielplatzgelände befinden sich wie auch die im weiteren Verlauf angrenzende teils asphaltierte, teils gepflasterte Fläche im Eigentum der Stadt Herford.
 
Die Stadt Herford hat einen Teil des Spielplatzgeländes und die asphaltierte / gepflasterte Fläche für eine naturnähere Gestaltung diesen Bachabschnittes zur Verfügung gestellt:

Der Ballfangzaun wurde um 5 Meter versetzt, …
 
… und der Bach in leicht geschwungenem Verlauf in die so gewonnene Fläche verlegt. Das alte Bachbett entlang der Anliegergrundstücke wurde verfüllt. Der vor der Gewässerverlegung entlang des rechtsseitigen Ufers verlaufende Ufergehölzstreifen befindet sich nun links des Baches.
 
Dieser schmale Gehölz bestandene Geländestreifen war für Bagger nicht zugänglich, so dass die Bodenbewegungen in Handarbeit verrichtet werden mussten.

Die im weiteren Verlauf angrenzende gepflasterte / asphaltierte Fläche wurde mit Unterstützung eines Minibaggers freigelegt und für die Entwicklung des kleinen Baches zur Verfügung gestellt.
 
Durch die Anlage einer Überflutungsmulde werden die Wechselwirkungen zwischen dem Bachlauf und seinem direkten Umfeld intensiviert. Die angrenzenden Wohngrundstücke sind durch eine Verwallung entlang der Grundstücksgrenzen vor Überflutungen geschützt.
Die Begrünung der Fläche wird bewusst der natürlichen Entwicklung überlassen, so können sich standortgerechte Pflanzen ansiedeln.