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Baukasten Natur

Nachwachsende Rohstoffe verarbeiten: Materialernte und dessen Aufbereitung

Seid Beginn des Gewässerentwicklungsprojektes wird ein schonender Umgang mit der Natur praktiziert.
Überall dort wo es erforderlich ist, werden Böschungen, Gewässersohlen und Uferbereiche stabilisiert oder nachhaltig gesichert. Dafür werden Werkstoffe aus der Natur verwendet, die in der Wintersaison „geerntet“ und entsprechend aufgearbeitet werden. Hierzu gehören u. a. die Herstellung von Pfählen und Faschinen.

Twiesbach, Stadt Porta Westfalica, OT Eisbergen:
Im März 2005 werden am umgestalteten Bachabschnitt junge Schwarzerlen gepflanzt und Weidensteckhölzer gesetzt.
 
Im April 2007, 2 ½ Jahre später, übernehmen die Wurzeln der Erlen und Weiden bereits den gewünschten Uferschutz.
 
Die Schwarzerle als typisches Gehölz an unseren Fliessgewässern sichert mit ihren Wurzeln nachhaltig die Sohle, Ufer und Böschungen. Bei einer neuen Baumaßnahme übernehmen zum Teil Faschinen solange die Schutzfunktion, bis die Gehölze groß genug sind und ausreichend Wurzeln gebildet haben.

Im November 2009 werden einige Gehölze bereits „auf den Stock gesetzt“, sie liefern neues Baumaterial.
 
Das gewonnene Material wird direkt vor Ort aufbereitet, um es für eine neue Baumaßnahme zu verwenden.
 
Schwarzerlen eignen sich hervorragend zum Herstellen von Totholzfaschinen und Pfählen. Auch andere Gehölzarten  (Birke, Haselnus, Hartriegel etc.) können zum Binden von so genannten Totdholzfaschinen eingesetzt werden.

Benötigt man „lebendige Baustoffe“ (z.b. für Setzstangen zur Ufersicherung, Anlage von Weidenspreitlagen, neue Kopfweiden) so werden hierfür frisch geschnittene Weiden verwendet, die im bindigen, feuchten Boden schnell Wurzeln schlagen.
 
Frische Weiden bilden schnell neue Wurzeln.